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Anleitung zu VideoteXt V0.5                Copyright (c) 1994-95 Martin Buck
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Mit diesem Programm und dem entsprechenden, mitgelieferten Treiber ist es
mglich, Videotextseiten von einer Videotextkarte einzulesen, darzustellen
und abzuspeichern. Es existiert eine Kommandozeilenversion, die
hauptschlich fr den Batch-Betrieb gedacht ist und eine interaktive Version
fr das X-Window-System, die das XView-Toolkit verwendet. Auerdem kann
VideoteXt auch als Viewer fr den INtv-Videotext im WWW benutzt werden.



Installation
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Falls der Videotext-Device-Treiber (mindestens Version 1.4) noch nicht
installiert ist, mu dies zuerst geschehen (andernfalls wird das bentigte
Include-File nicht gefunden). Auerdem sollte bei Verwedung der aktuellen
"Release of the Week" immer der Treiber aus demselben Paket installiert
werden, da sich bei diesen Versionen die IOCTL-Schnittstelle des Treibers
ndern kann, ohne da sich die Versionsnummer des Treibers ndert.

Zur Installation des Treibers bitte ins Verzeichnis 'driver' wechseln und
den Anweisungen in 'LIESMICH' folgen. Zum Ausprobieren oder zur Benutzung
als Viewer fr die INtv-Videotextseiten im WWW kann VideoteXt auch ohne
installierten Treiber compiliert werden; dann mu im Makefile allerdings das
Kommentarzeichen vor der Zeile 'DRIVER_KLUGE = -Idriver' entfernt werden.

Im Makefile sollten auer bei den Installationsdirectories und dem
OpenWindows-Verzeichnis keine nderungen notwendig sein. Das Programm wird
mit 'make' compiliert, wozu auer einem ANSI-C-Compiler (getestet mit gcc
2.5.8 und Slowlaris-2-cc) auch GNU-make, GNU-awk und bdftopcf notwendig
sind. Auerdem mssen fr die X-Window-Version die XView-Libraries und
Headerfiles (Version >=3.2) installiert sein (z.B. von
ftp://sunsite.unc.edu/pub/Linux/libs/X/xview*). Die XView-Libraries fr
XFree86 >3.0 aus Slackware 2.1 und 2.2 sind fehlerhaft und sollten nicht
verwendet werden.

Die Installation erfolgt mit 'make install', ein erster Test kann aber auch
schon vorher durchgefhrt werden. Allerdings mu dann zuvor noch der
Font-Pfad erweitert werden (mit 'mkfontdir fonts' und 'xset +fp
`pwd`/fonts'), damit die X-Version die zur Darstellung notwendigen Fonts
finden kann. Nach der Installation sollte berprft werden, ob das
Verzeichnis mit den VideoteXt-Fonts im Font-Pfad des X-Servers vorhanden ist
('xset q'); auerdem ist der Befehl 'xset fp rehash' notwendig, da die Fonts
sonst erst nach einem Neustart der X-Servers gefunden werden.



Benutzung von VideoteXt (XView-Version)
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VideoteXt kann interaktiv unter Verwendung des XView-Toolkits bedient
werden. Die Hightlights sind die Untersttzung von TOP-Text, mit dessen
Hilfe alle Videotextseiten im Hintergrund empfangen werden und dann
sofort bei Eingabe der Seitennummer zur Verfgung stehen; auerdem knnen
mit Hilfe der TOP-Text-Seitentitel unbekannte Seiten schnell aufgefunden
werden. Weiterhin knnen in einer "Hotlist" fr jeden Sender die
beliebtesten Seiten gespeichert werden, die dann im Voraus gesucht werden.
Videotextseiten knnen natrlich gespeichert und geladen werden, auerdem
ist ein Exportieren im GIF-, PPM-, ASCII- und PostScipt-Format mglich.


Ein paar Bemerkungen zum User-Interface:

VideoteXt hlt sich an die blichen XView-Konventionen, d.h. in
Dialogfenstern eingegebene Werte werden erst dann aktiv, wenn der
'Apply'-Button gedrckt wird. Auerdem verschwinden diese Fenster erst dann,
wenn sie explizit mit 'Close' oder dem entsprechenden Window-Manager-Button
geschlossen werden (bei Fileselect-Boxen heien diese Button brigens
inkonsequenterweise 'Open'/'Save' bzw. 'Cancel', haben aber dieselbe
Funktion wie 'Apply'/'Close').

Die Popup-Windows knnen auf Wunsch automatisch plaziert werden (Men
Options->Window-layout), dazu sind allerdings einige schmutzige Tricks
notwendig, um die Gre der Window-Manager-Dekoration zu ermitteln. Es ist
mglich, da dies mit einigen Window-Managern nicht richtig funktioniert
(bis jetzt ist mir nur gwm (generic window manager -- ich glaube nicht, da
er von irgendeinem vernnftigen Menschen verwendet wird :-) negativ
aufgefallen). In diesem Fall knnen die Abmessungen der Window-Manager-
Dekoration von Hand angegeben werden (mehr dazu weiter unten).

Fr einige Buttons sind Hotkeys definiert. Diese sind im folgenden in
Klammern angegeben. Viele dieser Hotkeys knnen auch ohne Meta gedrckt
werden; einige kollidieren allerdings mit den hexadezimalen Ziffern, die zur
Eingabe der Seitennummer bentigt werden -- bei diesen mu dann auf jeden
Fall Meta gedrckt werden. Auerdem knnen die Funktionen 'Reset' und 'Exit'
zum Schutz vor unabsichtlicher Bedienung nur zusammen mit Meta ausgelst
werden.


Bedeutung der User-Interface-Elemente:

Die Nummer der im Fenster dargestellten Videotext-Seite wird rechts oben
angezeigt. Bei Mehrfachseiten erscheint hier auch die Unterseitennummer,
auerdem wird angezeigt, wieviele Unterseiten sich schon im Cache befinden.
Bei Sendern, die TOP-Text ausstrahlen, wird zustzlich die Anzahl der
ausgestrahlten Unterseiten angezeigt.

Mit den '+'- bzw. '-'-Buttons (+/-, Cursor hoch/Cursor runter) wird jeweils
eine Seite bzw. Unterseite vor- oder zurckgeschaltet.

Im Feld 'Page' kann die zu suchende Seite eingegeben werden (hierbei sind
auch hexadezimale Seiten im Bereich 100-8FF zulssig). Die Seite wird im
Vordergrund gesucht, sobald der 'Search'-Button (Return) gedrckt wird. Die
Hintergrundsuche der Seite wird mit 'Search bg' (Meta-Return) gestartet;
dabei wird die Seite in einem internen Cache gespeichert, sobald sie
gefunden wurde. Wenn diese Seite dann das nchste Mal im Vordergrund gesucht
wird, steht sie sofort zur Verfgung. Auerdem kann die Suche nach einer
Seite auch gestartet werden, indem auf der Videotextseite eine dreistellige
Zahl mit der Maus angeklickt wird (Taste 1 fr Vordergrundsuche, Taste 3 fr
Hintergrundsuche). Nach einer bestimmten Unterseite kann gesucht werden,
indem im Feld 'Subpg.' die entsprechende Nummer (1-7F) eingetragen wird.
Durch einen Druck auf 'Cont.' (Meta-C) laufen die Unterseiten wieder durch,
d.h. es wird immer die aktuell ausgestrahlte Unterseite dargestellt.

Mit der 'Stop'-Checkbox (Meta-S) kann die aktuelle Seite eingefroren werden
(z.B. bei Mehrfachseiten).

Die 'Reveal'-Checkbox (Meta-E) deckt die versteckten Teile einer Seite auf.

In der Fuzeile wird links angezeigt, nach welchen Seiten die einzelnen
Suchkreise suchen; rechts wird der automatisch erkannte Sendername
angezeigt. Falls hier der Zusatz 'Unknown charset' auftaucht, ist die
Codierung des Zeichensatzes des im Moment eingestellten Senders unbekannt
(passiert z.B. bei TRT Int.). Falls jemand Informationen ber die Codierung
der von VideoteXt nicht erkannten Zeichenstze hat, bitte bei mir melden.


Im 'File'-Men stehen folgenden Funktionen zur Verfgung:

'Load' ldt eine Seite, die im internen VideoteXt-Format abgespeichert
wurde. Da sich dieses Format gendert hat, knnen Seiten, die mit Version
0.3 gespeichert wurden, leider nich mehr geladen werden.

'Save' speichert die aktuelle Seite im internen VideoteXt-Format. Dabei wird
automatisch ein Dateiname vorgeschlagen, der sich aus Sendername, Seiten-
und Unterseitennummer zusammensetzt. VideoteXt kann die Ausgabe statt in
eine Datei auch in eine Pipe schreiben. Dazu mu das Pipe-Symbol ('|') als
erstes Zeichen des Namens eingegeben werden.

'Export' dient zum Exportieren der aktuellen Seite in verschiedenen
Formaten. Als Grafikformate stehen GIF (GIF87) und PPM (binr) zur
Verfgung. Dabei wird die aktuell eingestellte Fontgre verwendet. Auerdem
kann die Seite in einer Textdatei gespeichert werden (mit ISO-Latin-1
Zeichensatz). Dabei gehen allerdings Grafikzeichen und einige Sonderzeichen
verloren. Zustzlich kann die Seite im PostScript-Format exportiert werden
(farbig, schwarz-wei oder schwarz-wei invertiert). Dabei folgen die
exportierten Seiten den EPSF-Konventionen, d.h. sie knnen entweder direkt
gedruckt oder in andere Dokumente eingebunden werden. Durch einen Druck auf
den 'Use default printer'-Button wird der im Dialogfeld 'Options->Misc
options' eingestellte, zum aktuellen Ausgabeformat passende Druckbefehl ins
Eingabefeld eingefgt. Auch hier kann wieder wie bei 'Save' eine Pipe
verwendet werden.

Mit 'Reset' (Meta-R) wird der Cache fr schon empfangene Seiten und die
History-Liste von VideoteXt gelscht; auerdem wird die aktuelle Seite auf
100 zurckgesetzt, die Suche nach den in der Hotlist eingestellten Seiten
gestartet und versucht, den eingestellten Sender zu erkennen. Dies ist immer
nach einem Senderwechsel notwendig. Wenn alle Sendernamen richtig
eingetragen wurden (siehe unten) und die entsprechende Funktion in
'Options->Misc options' aktiviert wurde, werden Senderwechsel automatisch
erkannt. 'Reset' ist dann nicht mehr notwendig.

'Statistics' zeigt einige Informationen ber den im Moment empfangenen
Sender (sofern dieser TOP-Text ausstrahlt) und die Anzahl und den
Speicherverbrauch der im Cache befindlichen Seiten an.

'About' zeigt alles Wissenswerte ber VideoteXt.

'Exit' (Meta-X) ist (neben dem Close-Button des Window-Managers) der
"offizielle" Weg, VideoteXt zu beenden, wobei evtl. nderungen in den
Hotlists und den Optionen fr die einelnen Sender automatisch in
~/.vtx-hotlist abgespeichert werden. Wird VideoteXt durch einen Fehler oder
mit Ctrl-C abgebrochen, werden nderungen nicht abgespeichert!


Das 'Gadgets'-Men dient zum Aktivieren der verschiedenen Popup-Fenster:

'Page history' speichert die Nummern der Seiten, die bereits gesucht wurden.
Zustzlich werden auch die Seiten aus der Hotlist angezeigt. Videotextseiten
knnen entweder durch einen Doppelklick auf die Seitennummer oder durch
Anklicken des 'Go to'-Buttons gesucht werden. Mit 'Previous' (Meta-P) bzw.
'Next' (Meta-N) kann auf die vorherige/nchste Seite weitergeschaltet
werden. Die Symbole neben den Seitennummern zeigen den Status der jeweiligen
Seite an. Die Augen bedeuten dabei, da nach der Seite gesucht wird; das
Blatt Papier zeigt an, da eine Seite gefunden aber noch nicht gelesen
wurde; die Augen zusammen mit einem Blatt Papier bedeuten, da die Seite
schon im Cache vorhanden ist, aber trotzdem noch danach gesucht wird (z.B.
bei Mehrfachseiten); ein Hckchen mit Blatt heit, da die Seite bereits
gelesen wurde und die Uhr zeigt an, da bei der Seite ein Timeout
aufgetreten ist und diese vermutlich nicht ausgestrahlt wird. Mit dem Button
'Index pg' wird zur (einstellbaren) Indexseite gesprungen.

'TOP-Text' zeigt (bei Sendern, die TOP-Text ausstrahlen) den Titel der
aktuellen, nchsten und vorigen Seite, der nchsten Gruppenseite und der
nchsten Blockseite an. Mit den Buttons 'Next page' (Seite hoch), 'Prev.
page' (Seite runter), 'Next group' (Meta-G) oder 'Next block' (Meta-B) wird
auf die entpsrechenden Seiten gesprungen. Mit den Buttons 'Overview' bzw.
'Hierarchy' kann eine Gesamtbersicht bzw. eine hierarchische Ansicht
(getrennt nach Block- und Gruppenseiten) der Seiten, fr die eine
Beschreibung vorhanden ist, angezeigt werden.

'Hotlist' zeigt die fr den aktuellen Sender gltige Hotlist (Liste der
beliebtesten Seiten) an, was allerdings nur funktioniert, wenn fr den
jeweiligen Sender schon ein Name vergeben wurde. Auch hier kann wieder mit
einem Doppelklick bzw. mit 'Go to' zur jeweiligen Seite gesprungen werden.
Mit 'Move up' bzw. 'Move down' kann die Position der ausgewhlten Seite in
der Hotlist verndert werden, um die Reihenfolge, in der die Seiten gesucht
werden zu bestimmen. Seiten, die nicht immer vorhanden sind, sollten ans
Ende der Hotlist gestellt werden, da sonst bei der Suche nach einer nicht
vorhandenen Seite bis zum Timeout gewartet mu, bis der Suchkreis wieder
freigegeben wird. Mit 'Add current' wird die im Hauptfenster eingegebene
Seite in die Hotlist eingefgt und mit 'Remove' die ausgewhlte Seite
gelscht.

Mit 'Select station' kann der aktuelle Sender eingestellt werden, falls
dieser nicht automatisch erkannt wird. Dazu gengt ein Doppelklick auf den
Sendernamen bzw. ein Klick auf 'Apply'. Auerdem knnen in diesem
Dialogfenster die Namen der einzelnen Sender definiert werden, was notwendig
ist, um die Sender automatisch erkennen und die jeweils richtige Hotlist
zuordnen zu knnen. Soll ein Sendername gendert werden, mu der zu ndernde
Sender ausgewhlt und dann 'Change Name' angeklickt werden. Ein neuer Sender
kann eingefgt werden, indem 'Unknown' als Sender ausgewhlt und dessen Name
gendert wird. Im daraufhin erscheinenden Dialogfenster kann entweder der
neue Name von Hand eingegeben werden oder mit 'Read header' die aktuelle
Kopfzeile eingefgt werden. Aus dieser Kopfzeile sollten dann alle Zeichen
bis auf den Sendernamen gelscht werden, da VideoteXt den hier eingegebenen
Namen in der Kopfzeile wiederfinden mu, um einen Sender automatisch zu
erkennen.


Im 'Options'-Men knnen folgende Einstellungen gendert werden:

Mit 'Font' kann die Gre des im Hauptfenster benutzten Zeichensatzes
ausgewhlt werden. Auerdem kann der Font auch durch Vergrern bzw.
Verkleinern des Hauptfensters gendert werden, da VideoteXt automatisch die
grte ins Fenster passende Fontgre auswhlt.

'Screen updates' bestimmt die Verzgerung zwischen den Updates der
Kopfzeile. Je grer die Geschwindigkeit der Updates ist, desto hher ist
auch die Systemlast, die VideoteXt erzeugt.

Im Dialogfenster 'Window layout' kann die Anordnung der einzelnen
Popup-Fenster festgelegt werden. 'Centered' sollte mit jedem Window-Manager
problemlos funktionieren; die anderen Einstellungen, die versuchen, die
Popup-Fenster genau am Rand des Hauptfensters zu positionieren, bentigen
evtl. eine Anpassung an den verwendeten Window-Manager. Auerdem kann in
diesem Dialogfeld festgelegt werden, welche Fenster beim Start standardmig
geffnet werden und ob das TOP-Text-Fenster bei Sendern mit TOP-Text
automatisch aktiviert wird.

Mit 'TV options' kann die Darstellung der Videotextseiten auf einem
angeschlossenen Fernsehgert aktiviert/beeinflut werden. Je nach
Hardwareausbau funktioniert dies nicht mit allen Interfaces. Mit 'Display
pages on TV' kann festgelegt werden, ob die Seiten berhaupt auf dem
Fernseher dargestellt werden. Ist kein Fernseher angeschlossen, sollte diese
Option ausgeschaltet werden, da die Seiten zur Darstellung doppelt ber den
IC-Bus geschickt werden mssen, was zustzliche Rechenzeit kostet und
VideoteXt langsamer macht. Wenn die Anzeige der Seiten auf dem Fernseher
aktiviert ist, kann mit 'Always use interlace' bestimmt werden, ob der
Deocder immer mit Zeilensprung arbeitet oder nicht (normalerweise wird nur
dann Zeilensprung verwendet, wenn das Videotext-Bild in ein laufendes
Fernsehbild eingeblendet werden soll, da die Darstellung mit Zeilensprung
etwas unruhiger ist. Leider bentigen manche Fernsehgerte/Videotext-
Interfaces den Zeilensprung immer, um berhaupt ein stehendes Bild zu
erzeugen). Mit 'Display mode' kann festgelegt werden, ob die Videotextseiten
immer das ganze Bild ausfllen ('Normal'), ob die Seiten mit
durchscheinendem Hintergrund ins laufende Fernsehbild eingeblendet werden
sollen ('Transparent') oder ob nur Untertitel und Blitzmeldungen ins
laufende Fernsehbild eingeblendet werden sollen ('Insert').

Im Dialogfeld 'Misc. options' kann festgelegt werden, ob VideoteXt bei einem
erkannten Senderwechsel automatisch einen Reset durchfhrt. Damit dies
funktioniert, mssen alle Sendernamen richtig eingestellt sein (siehe
'Select station'). Auerdem knnen hier die Befehle eingestellt werden, die
zum Drucken bei den verschiedenen Ausgabeformaten verwendet werden.

Mit 'Save global options' knnen die obigen Einstellungen, die fr alle
Sender gemeinsam gelten, in der Datei ~/.vtxrc abgespeichert werden.

Im Fenster 'Station options' knnen Optionen fr jeden einzelnen Sender
extra eingestellt werden. Es werden dabei jeweils die Einstellungen fr den
Sender gendert, der rechts unten angezeigt wird. Diese nderungen werden
automatisch abgespeichert, wenn VideoteXt beendet wird. Mit 'Page-Timeout'
kann die Zeit (in Sekunden) eingestellt werden, die eine Seite gesucht
worden sein mu, bevor die Suche abgebrochen wird. Mit 'TOP-Text interleave'
kann der Interleave-Faktor eingestellt werden. Dessen Bedeutung ist weiter
unten bei der Option '-i' von vtxget erklrt. Allerdings sollte der Wert bei
VideoteXt im Zweifelsfall etwas hher sein, da VideoteXt die Seiten
gleichzeitig auf dem Bildschirm darstellen mu, wodurch die Suche etwas
langsamer wird. Bei Sendern ohne TOP-Text kann mit dem Button 'Don't search
for TOP-Text' die Suche nach der BasicTOP-Seite verhindert werden. Dadurch
steht am Anfang ein Suchkreis mehr fr die Suche nach Seiten aus der Hotlist
zur Verfgung. Mit 'Auto-search pages' wird festgelegt, welche Seiten bei
Sendern mit TOP-Text automatisch im Hintergrund gesucht werden. 'None'
unterdrckt diese Suche komplett, mit 'Blocks' bzw. 'Groups' werden nur die
Block- bzw. Block- und Gruppenseiten gesucht; 'Normal' sucht alle
Einfachseiten und 'Subpages' sucht alle Seiten inkl. Mehrfachseiten. Da die
Suche nach Mehrfachseiten den jeweils verwendeten Suchkreis so lange
blockiert, bis alle Unterseiten empfangen sind, wird standardmig nur nach
Einfachseiten gesucht. Mit 'Page-lookahead' kann bestimmt werden, wieviele
auf die aktuelle Seite folgende Seiten automatisch im Hintergrund gesucht
werden. Bei Sendern mit TOP-Text sollte dieser Wert relativ niedrig sein,
damit die automatische Suche nach TOP-Text Seiten nicht behindert wird. Im
Feld 'Index page' kann die Indexseite eingestellt werden, die nach einem
automatischen Reset oder beim Druck auf den 'Index pg.'-Button gesucht wird.


Kommandozeilenoptionen:

Es knnen alle Standard-XView-Optionen verwendet werden (eine Liste kann mit
der Option '-help' angezeigt werden). Mit der Option '-d' kann das zu
benutzende Videotext-Device eingestellt werden (Default: '/dev/vtx'); mit
der Option '-f' wird VideoteXt im 'Display only'-Modus gestartet (siehe
unten). Mit '-\?' kann eine Hilfe zu den Optionen abgerufen werden.


Konfigurationsdateien:

VideoteXt verwendet 2 Arten von Konfigurationsdateien: 'vtxrc' und
'vtx-hotlist'. Diese werden jeweils in /usr/local/etc und im Homedirectory
(als '.vtxrc' und '.vtx-hotlist') gesucht. In der systemweiten Hotlist
sollten alle Sendernamen definiert werden, damit diese neuen Benutzern
automatisch zur Verfgung stehen. AUSSERDEM WRDE ICH MICH FREUEN, WENN MIR
JEDER, DER SICH NEUE SENDERNAMEN DEFINIERT HAT, SEINE '.vtx-hotlist' PER
MAIL SCHICKEN WRDE, DAMIT ICH DIESE AUCH ANDEREN ZUR VERFGUNG STELLEN
KANN (an dieser Stelle vielen Dank an Martin Hppner, vom dem die
Sendernamen aller auf Astra vertretenen Sender stammen).

In 'vtx-hotlist' werden neben den Sendernamen und den Hotlists auch die
Optionen fr die jeweiligen Sender abgespeichert. In 'vtxrc' werden dagegen
die globalen Optionen gespeichert. Bis auf eine Ausnahme ist es
normalerweise nicht ntig, diese Dateien von Hand zu editieren, da alle
Optionen auch innerhalb von VideoteXt eingestellt werden knnen. Die
Ausnahme ist die automatische Positionierung der Popup-Fenster, wenn der
verwendete Window-Manager Probleme bereitet. Falls die Fenster falsch
plaziert werden, mu die Zeile 'wm_decoration=auto' in '~/.vtxrc' wie folgt
gendert werden: 'wm_decoration=l,r,o,u'. Dabei geben l,r,o,u die Breite (in
Pixel) des vom Window-Manager erzeugten Fensterrahmens an der linken,
rechten, oberen und unteren Fensterseite an. Falls die Fenster dann immer
noch nicht richtig positioniert werden, knnen sie mit 'wm_offset=x,y' noch
in x- und y-Richtung verschoben werden. blicherweise sind fr x und y
entweder die Werte 0,0 oder die Breite des linken und oberen Fensterrandes
richtig. Es sollte brigens darauf geachtet werden, da der Window-Manager
die "PPosition-Hints" beachtet, da die Fenster sonst jedes Mal von Hand
plaziert werden mssen.

Mich wrde brigens interessieren, ob auer dem gwm noch andere
Window-Manager Probleme mit der automatischen Positionierung haben.


Benutzung im 'Display only'-Modus (z.B. als Viewer fr INtv):

Mit der Option '-f' kann beim Starten von VideoteXt eine Datei angegeben
werden, aus der die darzustellende Seite gelesen wird. VideoteXt startet
dann im 'Display only'-Modus, d.h. es knnen keine Seiten vom Videotext-
Interface empfangen werden, sondern nur Dateien geladen, gespeichert und
exportiert werden. Wenn Videotext das Signal 'USR1' erhlt, wird die
angegebene Datei nochmals eingelesen und neu dargestellt.

Zur Verwendung mit INtv (http://www.ntu.ac.sg/intv/intv_www.html) mu der
verwendete WWW-Browser so eingestellt werden, da er bei empfangenen Seiten
automatisch VideoteXt aufruft. Bei Mosaic und Netscape geschieht dies in den
Dateien ~/.mailcap bzw. ~/.mime-types (bei Netscape mssen diese Dateien
evtl. unter Options->Preferences->Helper Applications eingestellt werden,
bei Mosaic gibt es entsprechende Resourcen). Am einfachsten ist es, die
Eintrge aus examples/mailcap und examples/mime.types zu kopieren. Da es
ineffizient ist, VideoteXt fr jede neue Seite neu zu starten, kann das
Shell-Script 'view_vtx' verwendet werden, das sich dann irgendwo im Suchpfad
befinden mu.



Benutzung von vtxget (Kommandozeilenversion)
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vtxget sucht nach Videotextseiten, die auf der Kommandozeile angegeben
werden und gibt diese auf stdout aus bzw. schreibt sie in ein Verzeichnis.

Wenn der jeweilige Sender TOP-Text ausstrahlt, kann statt der Seitennummern
auch 'all', 'allnorm' oder 'allsub' verwendet werden. vtxget sucht dann nach
allen Einfach- und Unterseiten, allen Einfachseiten oder allen Unterseiten.
Alle Einfachseiten werden je nach Sender innerhalb von ca. 5 Minuten
gefunden, bei Mehrfachseiten dauert die Suche erheblich lnger, da deren
Reihenfolge nicht vorhersehbar ist.

Wenn als Seitennummer eine einfache Zahl (zwischen 100 und 8FF) angegeben
wird, wird die entsprechende Einfachseite oder die nchste Unterseite
gesucht. Bestimmte Unterseiten knnen angefordert werden, indem die Nummer
der gewnschten Unterseite (zwischen 1 und 7F) durch einen Punkt getrennt an
die Seitennummer angehngt wird. Alle vorhandenen Unterseiten knnen
angefordert werden, indem nach Unterseite 0 gesucht wird. Auf der
Kommandozeile knnen beliebig viele Seiten angeben werden, die dann
nacheinander mit allen verfgbaren Suchkreisen gesucht werden. Wird nach
Unterseite 'l' gesucht, wird die angegebene Seite solange gesucht, bis
entweder ein Timeout auftritt oder vtxget abgebrochen wird. Dies kann zur
Aufzeichnung von Untertiteln verwendet werden.

Folgende Optionen knnen verwendet werden:
-f {iso|ansi|text|vtx|ps|ips|cps}
  Bestimmt das Augabeformat der Seiten. 'iso' gibt die Seiten monochrom mit
  ISO-Latin 1 Zeichensatz aus (Default), 'ansi' verwendet den gleichen
  Zeichensatz aber zustzlich ANSI-Escapesequenzen fr die Farben, 'text'
  ersetzt alle Videotext-Steuerzeichen durch in geschweifte Klammern
  eingeschlossenen Text, der dann von anderen Programmen leicht
  weiterverarbeitet werden kann (alle verwendeten Steuerzeichen stehen am
  Anfang der Datei 'batch.c'). 'vtx' ist das Format, das von VideoteXt
  intern verwendet wird und auch von der XView-Version gelesen werden kann.
  Mit 'ps', 'ips' und 'cps' werden die Seiten im PostScript-Format
  ausgegeben (entweder schwarz/wei, schwarz/wei invertiert oder in Farbe).
  Bei der Ausgabe auf stdout dienen Zeilen mit folgendem Format als Trenner
  zwischen den einzelnen Seiten: '{PAGE x/y}'. Wird nur nach einer Seite
  gesucht, kann diese Zeile einfach mit 'egrep -v "^{PAGE.*}$"'
  herausgefiltert werden.
-o <Verzeichnis>
  Bestimmt das Verzeichnis, in dem die empfangenen Videotextseiten
  gespeichert werden. Wird diese Option nicht angegeben, werden die Seiten
  auf stdout ausgegeben (nicht beim Ausgabeformat 'vtx'). Existiert das
  Verzeichnis nicht, wird es automatisch erstellt.
-p <Prefix>
  Bestimmt den Prefix, der beim Abspeichern vor jeden Dateinamen gehngt
  wird (ntzlich, wenn Seiten von verschiedenen Sendern im gleichen
  Verzeichnis gespeichert werden sollen).
-r
  Zeigt bei den Formaten 'iso', 'ansi', 'ps', 'ips' und 'cps' auch die
  versteckten Bereiche einer Seite an.
-h
  Gibt bei allen Formaten auer 'vtx' einen Header mit den Videotext-
  Steuerbits aus.
-t <Timeout>
  Bestimmt das Timeout in Sekunden, nach dem die Suche nach einer Seite
  aufgegeben wird (zulssiger Bereich 1-600, Default: 60).
-i <Interleave>
  Stellt den Interleave-Faktor ein, der bei der TOP-Text-Suche nach Seiten
  verwendet wird (zulssiger Bereich -100-100, Default: 20). Dieser Faktor
  gibt an, wieviele Seiten bei der Suche von aufeinanderfolgenden Seiten
  bersprungen werden. Dies ist notwendig, da die bertragung ber den IC-
  Bus langsamer ist als die Videotext-Ausstrahlung der meisten
  Fernsehsender. Wrden keine Seiten bersprungen, mte jeweils ein ganzer
  Videotext-Zyklus abgewartet werden, bis die nchste Seite eintrifft. Falls
  nur wenige Seiten pro Zyklus gefunden werden, sollte der Interleave-Faktor
  erhht werden; wenn zwischen den empfangenen Seiten Pausen von wenigen
  Sekunden auftreten, sollte der Faktor verringert werden. Der Default von
  20 sollte mit den meisten Sendern auf einem Rechner mit nicht allzu hohem
  Load akzeptabel funktionieren. Ein negativer Interleave-Faktor sollte dann
  verwendet werden, wenn der jeweilige Sender die Seiten in der falschen
  Reihenfolge ausstrahlt (z.B. bei arte oder Premiere).
-v
  Sorgt dafr, da die Kommandozeilenargumente nicht als Seitennummern
  sondern als Dateien interpretiert werden, die eingelesen und dargestellt
  werden sollen. Dadurch kann vtxget als Filter verwendet werden, z.B. um
  bereits eingelesene und im VideoteXt-Format abgespeicherte Seiten zu
  drucken.
-d <Device>
  Bestimmt das Device, das zum Videotext-Empfang verwendet wird (Default:
  /dev/vtx). In einem Rechner mit nur einem Videotext-Interface wird diese
  Option normalerweise nicht bentigt.
-\?
  Gibt eine kurze Hilfe zu den Kommandozeilenargumenten und -optionen aus.



Copyright
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Das Programm kann unter Beachtung der Bedingungen der GNU General Public
License (Datei 'COPYING') frei kopiert werden. Ich bernehme keine Garantie
dafr, da es richtig funktioniert bzw. keinen Unsinn anstellt.


BTW, hat zuflligerweise jemand Lust, ein kleines Programm zu schreiben, mit
dem man (mit einem SAA5246 und meinem Treiber) Videotitel erstellen kann?
Auerdem wre ein Terminal-basierter, interaktiver Videotext-Decoder eine
schne Sache. Freiwillige vor!


Viel Spa mit dem Programm,
Martin Buck

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